Frau mit Bibel und Blumen in der Hand

Christliches Wertebild

Wir glauben an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde. An Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten.

Was unser Glaube nicht sein darf

So sehr unser Glaube unser Handeln trägt – er darf niemals ein Mittel sein, um Menschen zu lenken, abhängig zu machen oder zu kontrollieren.

Frauen, die zu uns kommen, haben oft erlebt, dass Vertrauen, Abhängigkeit oder auch religiöse Sprache ausgenutzt wurde, um Macht über sie auszuüben. Genau davor wollen wir schützen.

Der Schutz jeder Person, die zu uns kommt, hat bei uns oberste Priorität – unabhängig von Religion, Weltanschauung, sexueller Orientierung, Alter oder Herkunft. Diese Offenheit ist keine Floskel, sondern gelebte Haltung.

Viele unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind gläubig. Für Frauen, die selbst einen christlichen Hintergrund haben oder offen dafür sind, kann das eine Ressource sein – ein gemeinsamer Anker in einer schwierigen Zeit. Wer das möchte, ist herzlich eingeladen, diesen Teil mit einzubeziehen. Wer das nicht möchte, bekommt genau dieselbe Unterstützung, ohne jede Einschränkung.

Macht und Kontrolle zeigen sich nicht nur offensichtlich, sondern oft leise: durch Verunsicherung, Schweigen, Druck oder das Gefühl, nie genug zu tun. Wir sind uns dieser Mechanismen bewusst und stellen uns aktiv gegen sie – zum Beispiel gegen:

  • Gaslighting: das gezielte Infragestellen der eigenen Wahrnehmung, um jemanden zu verunsichern
  • Passive Aggressivität: Ablehnung oder Ärger, die nicht offen ausgesprochen, sondern durch Schweigen, Spott oder Verzögern ausgedrückt werden
  • Soziale Isolation: das bewusste Ausschließen oder Übergehen einer Person
  • Übergriffige „Fürsorge“: das Ausnutzen von Vertrauen oder das Missachten von Grenzen und Privatsphäre – auch dann, wenn es als Nächstenliebe verkleidet ist

Wir nennen das Machtmissbrauch – in geistlicher wie in jeder anderen Form. Und wir stehen klar dagegen, sowohl in der Begleitung der Frauen als auch im Miteinander in unserem Team.

Und ganz konkret: Hilfe ist bei uns nie an Bedingungen geknüpft. Niemand wird zu Gebet, Glaubensgesprächen oder religiösen Handlungen gedrängt.  Niemand nutzt geistliche Autorität, um Schuldgefühle zu erzeugen, Kritik abzuwerten oder eigene Ziele durchzusetzen – auch nicht mit Formulierungen wie „das ist Gottes Wille“ oder der Deutung von Problemen als „Strafe Gottes“.